Im Jahr 2013 rief die EU-Kommission das 'Jahr der Luft' aus -  ein Topthema

für die Menschen im Würzburger Kessel. Aus diesem Anlaß und in Sorge            um unser Klima entstand 2013 die  MONITORGRUPPE LUDWIGSTRASSE  ....

Die Gruppe von Gewerbetreibenden, Hauseigentümern und Mietern rund um die Ludwigstrasse setzt Engagement, Wissen und Erfahrung ein für die Erhaltung der grünen Allebäume und Parkflächen bei nachhaltiger Steuerung der Verkehrsdichte am Schwerpunkt Ludwigstrasse.

 

Motto : Lebensqualität retten für alle in der Altstadt abeitenden und wohnenden Menschen.

 

Mit persönlicher Einsatzbereitschaft in partnerschaftlicher Zusammenarbeit beobachtet und begleitet

die aktive Gruppe die Stadtentwicklung mit dem Ziel der Erhaltung eines gesunden Stadtklimas bei wirtschaftlicher Attraktivität im besonderen Umfeld des Würzburger Bischofsrings (Altstadt).

 

Durch möglichst frühzeitige Information über Planungsvorhaben und notfalls massives Monitoring

bei den Verantwortlichen soll der schwierige Balanceakt zwischen den hohen Belastungen durch Verkehrslärm, Feinstaub und CO2 einerseits und sinnvoller Ordnung des ruhenden und laufenden Verkehrs andererseits bei nachhaltigem Umwelt- und Bestandsschutz angemahnt werden.

 

Dem Baumbestand der Ludwigstrasse droht Gefahr von Planungen des Rathauses. Die noch offene neue 

Planung der Straßenbahnlinie 6 vom Barbarossaplatz zum Hubland will  das Oeggtor schließen und den

auf dieser Hauptverbindung vom Mittleren Ring und den östlichen Stadtteilen Richtung City ein-

und auslaufenden Verkehr durch die Ludwigstrasse / Oeggstraße zu führen. Eine Katastrophe.

 

Die Verkehrsbelastung mit Bussen und PKW, die heute bereits überbordet, muß dadurch unerträglich

werden für das Quartier :  Feinstaub, CO2 und Lärm werden nicht nur die Menschen weiter schädigen, sondern auch die Lebensbedingungen der einmaligen grünen Lindenallee, den Charme des Quartiers

endgültig vernichten. Dem sinnlos potenzierten Durchgangsverkehr würden auch die letzten Kurz-

Zeit-Parkplätze für neue Fahrstreifen und die langsam absterbenden Bäume zum Opfer fallen !

 

Eine aktuelle Messung der bestehenden und erwarteten Verkehrsdichte - nicht nur Zahlen von 2007

wie zum Stadtratsbeschluß von 2012 (!) - ist einzufordern und erst auf dieser Basis neu zu entscheiden.

Eine Anfrage zur aktuellen Verkehrsplanung vom Dezember 2012 hat der Herr Oberbürgermeister

sachlich nicht beantwortet und es ist bis zum April 2017 nichts geschehen.

 

Die laufenden Planungen für Kaiserstraße, Eichhorn-/Spiegelstraße mit MOZ/Kardinal-Faulhaber-Platz schockieren durch extremen Mangel an klimaschützender Begrünung und lassen nichts Gutes für das Stadtklima im Würzburger Kessel erwarten. ( siehe 'Feinstaub -Würzburg an der Spitze' ,Mainpost 3.4.17)

Hauptstraßen haben eine doppelt so hohe Belastung an Feinstaub wie Wohngebiete ( ADAC 4/2017 ) und

die täglichen Staukolonnen auf der Ludwigstrasse mittags und spätnachmittags vom Berliner Ring bis zum

Theater sprechen eine deutlich warnende Sprache !

  

               Der Mensch für sich allein vermag gar wenig ....

               nur in der Gemeinsamkeit mit den anderen ist und vermag er viel.

                                                                                            Arthur Schopenhauer